Ach wie schön ist Belorado, hier könnte man glatt länger bleiben. Aber wir müssen weiter. 7:30 Uhr gingen wir los. Heute ist es bewölkt und nicht zu heiß. In Tosantos wollten wir einen Kaffee trinken, doch es hatte keine Bar geöffnet. So liefen wir weiter und sahen in der Ferne, dass hier eine Kirche in einen Felsen gebaut wurde, auf einem Berg, sehr spannend.

So liefen wir weiter in den nächsten Ort Espinosa del Camino. Hier hatte eine Bar geöffnet und wir frühstückten erst einmal. Ein süßer kleiner Ort. Gestärkt liefen wir weiter, die Beschilderung fehlte auf einmal, so liefen wir immer der Nase nach und alle uns folgenden Pilger liefen uns hinterher. Etwas falsch, aber wir kamen auch in Villafranca Montes de Oca an. Hier machten wir vor einem kleinen Laden eine Fußpause und tranken eine Cola.

Es wurde kühler und als wir den Berg hinauf liefen, wurde es nebliger und dann fing es auch noch an zu regnen. Wir dachten es kann doch nicht wahr sein. Unser Weg führte nun steil nach unten, über eine kleine Brücke und auf der anderen Seite wieder steil hinauf. Auf der anderen Seite angekommen, war es gar nicht so steil.

Mitten im Nichts standen Einheimische und verkauften Kaffee und weitere Leckereien auf Spendenbasis. Wir tranken einen Kaffee und die Musikbox spielte ein Lied mit Sonne. Ja die sehnte gerade jeder herbei. Nach dem Kaffee liefen wir weiter.

Nun ließ der Regen etwas nach. In San Juan de Ortega machten wir eine kurze Pause in einer Bar. Als der Tisch am Fenster frei wurde, setzten wir uns gleich dort hin, denn hier zog es nicht so. Wir zogen die Schuhe aus, denn die Füße brauchten eine Pause. Diese waren heute rar, bei dem Regen konnten wir uns nicht einfach ins Gras setzen. Jetzt waren es noch 6 km. Es regnete nur noch ein wenig und es kam dann tatsächlich noch die Sonne heraus.

In Ages setzten wir uns auf eine Bank, dann liefen wir den Schotterweg neben der Straße weiter, bis eine Pilger Area kam, hier wollten wir eine kurze Pause machen. Wir holten unser Baguette heraus und belegten dieses. Leider zogen schon wieder Wolken auf. So nahmen wir es in die Hand und liefen weiter. Nach 2 km erreichten wir Atapuerca. Unsere Reservierung in der Albergue hatte geklappt, der Hospitalero hatte nicht auf die E-Mail geantwortet. Die Albergue ist einfach, aber sehr schön. Jeder hatte eine Bett-Nische mit Vorhang, der lichtundurchlässig ist. Auch Geräusche kamen kaum durch.

Gut, dass es in der Albergue ein paar Zeitungen gab, so konnten wir unsere Schuhe ausstopfen. Nach einer heißen Dusche hatten wir Hunger. In einer Bar im Ort gab es ein Baguette. Wir lagen schon 20:00 Uhr im Bett. Der Tag war sehr hart, aber trotz des Regens lief es sich ganz gut.