Mit dem Auto fuhren wir nach Berlin zum BER. Kurz nach 2 Uhr erreichten wir Mc Parking, wo wir unser Auto parkten, ganz in der Nรคhe. Den Platz hatten wir vorab gebucht, das KFZ-Kennzeichen mussten wir angeben. Als wir ankamen fuhren wir an die Schranke und wollten den QR-Code scannen, doch die Kamera erfasste unser Kennzeichen und die Schranke รถffnete sich automatisch. Nun hieรŸ es einen freien Platz suchen, das Leitsystem ist sehr gut, man sieht sofort auf welcher Etage noch freie Plรคtze sind. Wir stellten uns in die 3. Etage auf Platz 3.142. Wobei die 3 fรผr Etage steht, clever gemacht. Noch schnell ein Foto von der Parkplatznummer, damit wir unser Auto nach 6 Wochen wieder finden.

Rucksรคcke auf und los gingen wir. Es gibt einen eigenen Mc Parking-Shuttle von Mc Parking zum BER und zurรผck. Wir kamen unten an und der Fahrer wollte gerade losfahren, bemerkte uns und wir konnten noch einsteigen. Ein Glรผck, sonst hรคtten wir 20 Minuten warten mรผssen und das bei 6 Grad. 10 Minuten spรคter waren wir bereits am BER. Wir gingen zum Terminal 2, wo wir starten sollten. Als wir in die Halle kamen, waren wir geschockt, kaum Sitzplรคtze und eine Menge Menschen schlief auf dem FuรŸboden. Nach einer Weile, war uns sehr warm in unseren Schuhen, wir vermuten es gibt eine FuรŸbodenheizung. Es gab einen Selbst-Check-In, dieser funktionierte reibungslos. Ticket gescannt und man erhielt die Bordkarte und das Label fรผr die Rucksรคcke. Dann mussten wir die Rucksรคcke noch abgeben, an der Abflugwand wurde der Schalter angezeigt, welcher fรผr uns zustรคndig war.

Die Warteschlange war sehr lang. Ein netter Sicherheitsbeamter sprach uns an, dass wir ihm folgen sollen, wir legten die Rucksรคcke auf die Waage, er scannte unsere Tickets und weg waren die Rucksรคcke. Und das Ganze nicht mal an dem Schalter, an dem wir hรคtten anstehen mรผssen. Wir bedankten uns und gingen weiter durch den Flughafen. Setzten uns an die Seite und aรŸen unsere mitgebrachten Schnittchen, denn wir hatten noch viel Zeit. Ein Glรผck hatten wir etwas zum Essen dabei, denn hier gab es Essen und Trinken nur aus den Automaten, diese waren sehr teuer. Wasser 0,5 l fรผr 5 โ‚ฌ, nein danke. Nun gingen wir zur nรคchsten Warteschlange an der Sicherheitskontrolle. Jetzt kamen erst die Mitarbeiter des Flughafens zum Arbeitsbeginn, alle mussten einzeln eintreten. Endlich รถffnete die Sicherheitskontrolle, wir legten unsere Daypacks, die Bauchtaschen und unsere Jacken in die Boxen und wurden einzeln aufgerufen und โ€ždurchleuchtetโ€œ. Wieder hieรŸ es warten bis zum Boarding. Wir sollten 6 Uhr starten, kurz nach halb 6 startete das Boarding, wir stellten uns an und endlich saรŸen wir auf unseren Plรคtzen. Berlin erwachte und es wurde langsam heller. Wir dachten, dass wir etwas schlafen konnten, denn nun waren wir 24 h wach, aber vor Aufregung bekamen wir kein Auge zu. In Paris an Terminal 2F angekommen, fanden wir schnell das Shuttle, welches uns zu Terminal 2G brachte. Hier waren es bereits 20 Grad, laut Anzeige im Bus.

Nun zogen wir unsere Jacken aus. Wir schauten auf unsere Smartphone, ob unsere Rucksรคcke auch in Paris angekommen sind und waren sehr erleichtert, dass sie da waren. Sicherheitshalber haben wir Tracker in die Rucksรคcke gesteckt um zu sehen, wo sie sind. Nun hieรŸ es wieder warten auf das Boarding. Im Flieger schauten wir auch gleich, ob die Rucksรคcke unter uns waren, sie flogen mit. Der 2. Flug war etwas ruhiger und wir beide konnten etwas schlafen. In Biarritz kamen wir schnell aus dem Flugzeug und unsere Rucksรคcke waren auch schon auf dem Band. Als beide Rucksรคcke bei uns waren, klingelte Nicos Smartphone und Express Bourricot war dran. Sie fragten wo wir sind. Gleich gingen wir aus dem Flughafen und fanden den Kleinbus. Der Shuttle war voll besetzt, so dass wir nichts nachzahlen mussten. Wir lernten Birgit kennen, sie kommt aus einem Ort bei StraรŸburg und pilgert eine Woche. Sie beginnt den Weg noch einmal von vorn. Sie hat sich vorgenommen den Weg jeweils eine Woche im Frรผhjahr und eine Woche im Herbst zu gehen. Ich hoffe sie kann es umsetzen. Morgen werden wir sie in Orisson wieder sehen. In Saint Jean Pied de Port sind wir gegen 12 Uhr angekommen.

Wir liefen erst einmal die die Rue de Citadelle, wo unser Hotel war. Hier รถffnete noch niemand. So setzten wir uns auf eine Bank neben dem Pilgerbรผro und aรŸen unsere letzten mitgebrachten Schnittchen und unsere Eier von unseren Hรผhnern. Nun gingen wir noch einmal zu unserem Hotel, dieses Mal stand die Tรผr von offen. Wir versuchten einzuchecken, aber leider hรถrte niemand. So gingen wir erst einmal ein Cafรฉ au Lait und ein Bier trinken. Wir warteten bis wir in unser Zimmer konnten. Eine Stunde vor dem eigentlichen Check-In gingen wir noch einmal zum Hotel und konnten sogar schon auf unser Zimmer. Ein schรถnes Doppelzimmer mit Blick auf den Garten.

Wir ruhten uns kurz aus und gingen dann zur Zitadelle, um den idyllischen Ort von oben zu sehen.

Von hier kann man erahnen, was morgen auf uns zukommt. Nachdem wir uns den kleinen Ort von oben angesehen haben, stellten wir uns in die Schlange vor dem Pilgerbรผro, um unseren ersten Stempel abzuholen. Wir standen etwa eine Stunde an und der Herr namens Christoph war sehr nett zu uns, er erzรคhlte uns auch, dass er etwas deutsch kann. Wir gingen nun in die Kirche unten im Ort und zรผndeten 2 Kerzen an, dann weiter zur anderen Seite des Ortes, wo der Pilgerweg morgen startet. Nach einer kleinen Pause gingen wir ins Comme a la Maison, gleich neben unserem Hotel. Hier gab es ein Pilgermenรผ fรผr 15 โ‚ฌ, Salatteller, Nudeln mit Kรคsesauce und Dessert und Wasser waren darin enthalten. Es war sehr lecker. Es war ein sehr langer Tag, oder eher zwei. Nun sind wir sehr mรผde, nur noch duschen und ab ins Bett.



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