Padrón ist eigentlich ein schönes Städtchen, ja was heißt eigentlich? Es ist schön. Die Herberge an sich war auch schön, nur die Mitpilger waren sehr laut und haben mit den Türen geknallt. Wenn es nicht gerade mitten in der Nacht gewesen wär, hätte es niemanden gestört. Ihr Gepäck haben auch viele geschickt.

So kamen wir im Aufenthaltsraum vorbei und sahen die vielen Rucksäcke und Koffer. Na was solls, muss jeder selber wissen, wie er einen Jakobsweg geht. Es war noch dunkel an jenem Morgen, als wir aufbrachen.

An der Hauptstraße kamen wir an einem Hotel vorbei, hier tranken wir unseren ersten Kaffee. Heute geht der Weg nach Santiago de Compostela. Ich bin gespannt, wie unser Gefühl ich, wenn wir den Praza do Obradoiro, den Platz vor der Kathedrale betreten. Aber bis dahin sind es noch ein paar Stunden zu Laufen.

Langsam erwacht auch der Tag und wir laufen durch kleine Orte und vorbei an Maisfeldern.

Wieder durch kleine Orte mit schönen Hórreos. Als wir an einer Kreuzung ankamen, hatte ein Auto gehalten und einige Musiker stiegen aus, ein Gaitaspieler spielte bereits auf seiner Gaita.

Es klang sehr schön, schon fast wie ankommen. Wir kamen auch an einer wunderschönen Kirche vorbei Igrexa da Escravitude, von außen sehr schön, aber von innen, einfach der Wahnsinn, diese vielen goldenen Engel.

   

Noch haben wir 20 km bis Santiago zu gehen, und der Tag ist toll. Wir laufen durch Weinreben und Wälder.

In A Picaraña machten wir in der Bar Milagosa eine Pause. Nun liefen wir an einem Einkaufszentrum vorbei. Der Weg führte uns wieder in einen Wald und auf anderen schönen Wegen entlang.

Nach einigen Kilometern erreichten wir den nächsten Ort. Wir machten bei einer Herberge Rast, hier stand ein alter Food Truck und ausgediente Heizungen wurden zu Ziegen, ganz rechts im Bild.

 

Leider hatten die 3 kleinen frechen Katzen auch das Essen gesehen und knabberten immer mal, bis sie vom Besitzer weggescheucht wurden. Idyllisch war es schon hier, leider hat keiner weiter Rast gemacht.

Hinter O Milladoiro kam dieses riesige Autobahnkreuz, dieses mussten wir durchqueren. Es war auf einer Brücke erbaut und der Pilgerweg führte darunter hindurch. Es war sehr laut und der Weg führte nun nur auf der Straße weiter.

In A Rocha Vella sahen wir dieses schöne Pilgerbild. Auch hatten wir von hier aus das erste Mai etwas Sicht auf Santiago. Eine kurze Fußpause brauchten wir dann doch noch. Diese Bank war einladend und wir setzten uns und beobachteten die vorbeiziehenden anderen Pilger.

Nun verlief der Weg doch noch einmal durch den Wald, das tat den Füßen gut, denn nun kamen wir in Santiago an, dieses Mal aus südlicher Richtung.

Gefühlt liefen wir eine Stunde nur geradeaus. In einer Bar, wo auch andere Pilger saßen, machten wir eine kurze Bierpause. Nun liefen wir weiter immer geradeaus bis zu einem Park, den ließen wir linker Hand liegen, überquerten die Straße und waren auch schon im Zentrum.

Die ersten Schritte auf den Praza de Obraidoro waren wieder bewegend, obwohl es auf diesem Camino keine 5 Wochen Pilgerweg waren, sondern heute war der 11. Tag.

Wir ließen uns wieder auf die Platten nieder und schauten dem Treiben zu, holten unsere Compostela ab und gingen zu unserem Hotel.

Eine witzige Begegnung hatten wir noch im Pilgerbüro, 2 Frauen standen im Hof mit dem Brunnen und hatten ein Schild mit Free Hugs, war das schön, klar nahmen wir die Umarmung an.

Es war wieder ein schöner Tag. Am Abend gingen wir wieder Pinchos bei Antollos essen.

 

 

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