8:00 Uhr verließen wir das Hostel und gingen gegenüber einen Café con Leche trinken. Wir folgten den Pfeilen, die am Waschsalon vorbei führten. Nach einer Weile kamen wir an einem Holzgestell vorbei. Es stellte sich heraus, dass es eine Weinpresse war.

Der Weg führte an der Straße entlang, dann bog er rechts ab und nach einigen Metern wieder links. Nun gingen wir durch die Weinberge auf wunderschönen Wegen duch Valtuille de Arriba, einen kleinen Ort mit schönen und verfallenen Häusern.

Weiter durch sie Weinwege sahen wir in der Ferne Cantariña Vinos de Familia, ein Familienweingut, welches auch Weinproben anbietet.

In Villafranca del Bierzo kamen wir an einer Herberge vorbei, auf einer Bank schlief ein Pilger, es war gerade halb 11.

Als wir am Castillo-Palacio de los Marqueses de Villafranca vorbei kamen, muss auch gerade ein Bus mit Touristen angehalten haben.

Aber wir gingen an den vielen Touristen vorbei, in die naheliegende Bar. Der New Yorker ging gerade und wir setzten uns und holten uns eine Tortilla und Café. Als dann die Bus Touristen kamen, gingen wir weiter. Erst ging es bergab und nun kamen wir an einem Maleratelier vorbei. Waren das schöne Bilder mit so viel Liebe gemalt. Dann liefen wir über den Plaza de Mayor und folgten weiter den Pfeilen.

In der Oficina de Turismo gab es einen Stempel, an der Kirche gegenüber leider nicht. Diese war geschlossen. Nun verließen wir Villafranca del Bierzo und der Weg teilte sich. Ein Weg ging unten an der Straße entlang, der andere über den Berg, der Camino duro – der steile Weg.

Ich wollte den Weg über den Berg gehen. Er sollte 2 km weiter sein, als der andere. Es ging 2 ½ Stunden nur bergauf, aber die Aussicht war atemberaubend. Der Aufstieg war sehr hart, aber die Aussicht entschädigte, da auch das Wetter mitspielte.

Oben angekommen, so dachten wir, machten wir unter einem Strommast eine Rast. Die Leitungen knisterten. Wir dachten unsere Haare stehen schon zu berge, da gingen wir lieber weiter.

Nun ging es noch leicht bergauf und ca. 30 Minuten geradeaus und dann 1 Stunde steil bergab. Es waren kaum Pilger auf diesem Weg, nur 2 deutsche Frauen und Jerome aus Berlin, ein Fremder Pilger und wir beiden. Der Weg führte an Esskastanienwäldern vorbei.

Kurz vor dem Ziel stürzte Nico, ein Glück ist nichts passiert, nachdem der Schreck vorbei war, musste ich so lachen. Endlich in Trabadelo angekommen, suchten wir unser Hotel.

Es war an einem Sägewerk auf der anderen Fluss Seite. Nach der Dusche gab es erst einmal ein Bier. Dann gingen wir in den Supermercado und kauften für morgen Wasser. Es gab keine Öffnungszeiten, man sollte einfach klingeln. Die nette Dame kam sofort runter, sie saß auf dem Balkon und hat uns kommen sehen.

Als wir zum Hotel zurückkamen, warteten wir auf das Abendessen und lagen heute schon 20:15 Uhr im Bett. Es war ein anstrengender Tag.