Unser Wecker klingelte um 5:00 Uhr. Wir machten uns fertig und 6:00 Uhr verlieรen wir die Pension. Wir schauten, wo der Camino weiter ging und liefen erst einmal in die falsche Richtung. Ein paar Pilger kamen uns entgegen, so drehten wir um und gingen mit ihnen mit. Nun waren auch die Pfeile auf dem Weg. Als wir O Pedrouzo verlieรen und in den Wald gingen, setzten wir die Kopflampen auf.
Wir haben sie durch ganz Spanien getragen und bisher nicht gebraucht. Es war noch dunkel, ohne Lampe wรผrde man nichts sehen. Nach ein paar Metern sah ich weiรe Turnschuhe am Rand stehen. Der Mann, der zu diesen gehรถrte, schloss sich uns an. Er hat diese Dunkelheit im Wald wohl unterschรคtzt. Wir bekamen eine Nachricht von Jรผrgen, er schrieb, dass der Butafumeiro heute 12: 00 Uhr in der Kathedrale geschwenkt wird. Das wollten wir unbedingt schaffen. Gut, dass wir schon unterwegs waren. So gaben wir Gas.
Bergauf, bergab, am Flughafen vorbei, an der Fernsehstation Galicia TV Station und am Campingplatz vorbei. So langsam brauchte. Meine Fรผรe eine Pause. Am Monte do Gozo, wollten wir diese machen, dann sollte es eine Banane geben. Ein paar Kekse aรen wir jetzt schon. Wir kamen durch San Marco und gingen in die Bar A Calzada. Hier tranken wir einen schnellen Kaffee und gรถnnten unseren Fรผรen eine kurze Pause. Wir gingen 4km weiter nach Santiago deย Compostela und bogen vorher zum Monte do Gozo. Wir hatten Glรผck, die Sicht war gut und wir konnten die Kathedrale schon sehen. Wir machten ein paar Fotos, ich bot an die spanische Familie zu fotografieren, damit sie alle auf dem Bild sind.
Nun zurรผck auf den Weg bis zum Santiago-Schild. Noch schnell ein Foto alleine, denn die Pilger wollten alle ein Bild.
Nun ging es in die Innenstadt. Vor jeder roten Ampel sagte ich „bitte grรผn“ und als wir ran waren, wurde es grรผn. Das war verrรผckt. Wir liefen ein weiter und ein junger Pole aus Stettin rief uns zu, hey hier lang. Wir haben einen Pfeil รผbersehen. Ein Fahrzeug der Straรenreinigung stand davor. Wir liefen ein Stรผck zusammen. Dann traf er eine junge Pilgerin und ging mit ihr weiter, wir waren ihm bestimmt zu schnell. Dann hรถrten wir den Gaita-Spieler und ich bekam eine Gรคnsehaut. Wir liefen durch das Tor auf den Plaza do Obradoiro. Mir liefen die Trรคnen. Es war 11:00 Uhr und wir waren angekommen.
Nun sprach uns Celine aus der Schweiz an und beglรผckwรผnschte uns, dass wir es geschafft haben. Celine lernten wir vor 5 Wochen in Orrison kennen. Nach ein paar Fotosย meldeten wir uns bei Jรผrgen. Er schickte uns den Standort seines Hotels. Hier konnten wir unsere Rucksรคcke unterstellen, denn in der Messe sind diese nicht erlaubt. Wir waren pรผnktlich in der Messe und suchten uns einen Platz im Seitenschiff. Alle Bรคnke waren bereits belegt. Wir setzten uns auf die Treppe, direkt vor die Sรคule, so konnten wir uns auch anlehnen. Die Nonne, die sang hatte eine glockenklare Stimme. Zu jedem Vater Unser wurde aufgestanden und dann kamen die Mรถnche herein und lรถsten das Seil vom Butafumeiro. Es flog und wir hatten einen Platz in der ersten Reihe, ganze 4 Minuten lang schwang das Weihrauchfass vor uns. Es war atemberaubend.
Nun setzten wir uns auf die Plaza de la Quintana de Vivos in eine Bar und bestellten unser Zielbier. Und wer kam da angeschlendert, Marcel. Wir umarmen uns und erzรคhlten kurz, dass der Weg nach Finisterre genau richtig fรผr ihn war. Er bedankte sich noch einmal fรผr den Tipp. Sein Kreis hat sich geschlossen sagte er und ich war froh, ihn noch einmal gesehen zu haben. Er musste nachher 15 Uhr zum Flughafen, denn seine Reise war heute zu Ende. Wir holten unsere Rucksรคcke und gingen nun in unsere Pension. Nach der Dusche wollten wir unsere Compostelas holen. Im Zimmer gegenรผber sahen wir Ernesto, was fรผr eine Freude. Wir registrierten uns fรผr die Compostela, so ging das Abholen schneller. Innerhalb von 5 Minuten hatten wir die Compostela.
Nun schlenderten wir noch etwas durch Santiago und setzten und noch einmal auf die Plaza do Obradoiro vor die Kathedrale in den Schatten und schauten, wer nun alles ankam. Maren und Jรถrg haben wir schon gesehen. Nun kamen Sam und Heinz an. Als er uns sah, kam er zu uns und wir machten noch ein gemeinsames Foto. Sam wollte nun nach Santander und Heinz wollte auch nach Finisterre. Wir hatten uns mit Jรผrgen zum Abendessen verabredet. Wir wollten Tapas essen. Jรผrgen hat einen Tisch in Tapas Petiscos Do Cardeal bestellt. Wir hatten super leckere Tapas. Wir bestellten verschiedene und teilten, so konnte jeder probieren.
Morgen ging Jรผrgens Flug zurรผck und wir wollten weiter. So verabschiedeten wir uns und gingen ca. 22:00 Uhr in unsere Pension. Nun aber ab ins Bett.
























